Minimalismus: 365-Tage-Projekt

Kristina Kral Gegenstände 1 bis 5
Gegenstände 1 bis 5

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Vom 22.10.2018 bis zum 22.10.19 habe ich jeden Tag mindestens einen Gegenstand aus meinem Besitz entfernt und jeden Tag darüber gebloggt und meine Gedanken zu den banalsten Gegenständen aufgeschrieben. Die 300 + Postings findest Du in der Kategorie „Minimalismus & Frugalismus„.

Vorteile des Minimalismus

Minimalismus betrifft Gegenstände, Sachverhalte und Beziehungen.

Ich fühle mich auch mit persönlichen, geschäftlichen und beruflichen Beziehungen wohler, in denen alle Stellungen klar sind; man muss nicht an destruktiven Beziehungen festhalten, nur weil es unangenehm würde, wenn man eine Entscheidung für sich trifft, andere nicht damit einverstanden sein sollten oder womöglich Abhängigkeiten bestehen.

Jeder hat sicher mal etwas auf seiner To Do Liste gehabt, das man immer vor sich hergeschoben hat, aber es taucht immer wieder im Kalender aus.

Minimalismus hilft dabei, bewusster, effektiver und fokussierter zu sein. Ich fühle mich in einer Wohnung, in der unnütze und teilweise defekte Dinge nicht mehr herumstehen und stören, wohler. Auch fühle ich mich mit klar geregelten Sachverhalten und Beziehungen wohler.

Das verlangt Arbeit, aber die ist es allemal wert.

Was soll ich mit den Sachen machen?

Gegenstände (oder Beziehungen 🙂 ), die Du nicht mehr brauchst, kannst Du entweder

  • verkaufen: z. B. online auf eBay, rebuy.de oder at, auf dem Flohmarkt, im Bekanntenkreis oder über das schwarze Brett der Uni / Firma
  • wegwerfen: in den Hausmüll, auf den Sperrmüll bzw zu Sammelstellen und Wertstoffhöfen. Letztere reparieren manchmal noch brauchbare Gegenstände und spenden oder verkaufen sie
  • verschenken bzw spenden: soziale Hilfsorganisationen, Kindergärten und Kitas, Altkleidersammlungen, offene Bücherschränke, eine Kiste vor die Tür mit einem „zu verschenken“- oder „nimm was Du brauchst“-Schild oder in Tauschgruppen auf Facebook

Was soll ich mit den Beziehungen und Sachverhalten machen?

Es lohnt sich auch, Gegenstände (und Beziehungen 😊 ) versuchen, zu reparieren. Beziehungen kann man auch besprechen, neu ausrichten oder beenden.

Eine To-Do-Liste muss konsequent abgearbeitet werden, wofür man sich auch wiederholt mal einen freien Tag oder Nachmittag opfern muss, aber das ist es in der Regel wert. Wenn man sich ein paar Mal diesem Aufwand stellt, merkt man sofort, wie einem eine große Last von der Schulter genommen wird und es kommen einem immer wieder Verhaltensweisen und Umstände in den Sinn, die helfen, derartiges in Zukunft sogar zu vermeiden. Selbstverbesserung durch Kritikfähigkeit, Konfrontation und Verbindlichkeit sozusagen  🙂.

Welche Methoden gibt es bei Gegenständen?

  • mit einem Korb oder einem Karton durch das Haus gehen und intuitiv alles hinein legen, was nicht [mehr] gebraucht wird und was nicht [mehr] glücklich macht
  • jeden Tag einen oder mehr Gegenstände aus seinem Besitz entfernen und dafür im Voraus zum einen festen Zeitraum – einen Monat, ein Vierteljahr oder ein ganzes Jahr – festsetzen
  • einen „Aufräum-Coach“ beauftragen, mit dem gemeinsam entrümpelt wird
  • an seinem Bewusstsein arbeiten und ohne festgelegte Zeiträume oder Anzahlen von Gegenständen nach und nach seinen Besitz ausmisten, bis man da ist, wo man sein möchte
  • sich in sozialen Medien entsprechend vernetzen und gegenseitig motivieren
  • auf einem Konto in den sozialen Medien Handyfotos von den ausrangierten Dingen posten, um sich zu motivieren und zu kontrollieren; Minimalisten vernetzen sich vor allem auf Twitter und Instagram unter Hashtags wie #Minimalismus, #JedenTagEins, #3DingeWeniger, #NurWasIchMag oder #Ausmisten.

Wie stehst Du zum Thema Minimalismus? Lass es mich gerne in einem Kommentar wissen! ↓

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