Das Horror-Hostel: a & o Hostel Salzburg Hauptbahnhof

Auf dem Weg zum a & o Hostel Salzburg Hauptbahnhof
Auf dem Weg zum a & o Hostel Salzburg Hauptbahnhof

Nach meinem schönen *hust* Erlebnis in einer Unterkunft in Wals bei Salzburg, bei der ein wildfremder Mann mit heimlich zurück behaltenem Zweitschlüssel vormittags in mein Zimmer kam, während ich im Bett lag, habe ich Anfang der Woche wieder einmal etwas “Nettes” in Salzburg erlebt; nämlich im a & o Hostel Salzburg Hauptbahnhof. Ich seh’ schon; dieser Blog entwickelt sich zu einem Hotel-Rezensions-Magazin der richtig traurigen Sorte.

Buchung und Bezahlung ging problemlos online

Ich hatte online zwei Übernachtungen im a&o Hostel Salzburger Hauptbahnhof reserviert, bezahlt und daraufhin nach einer Benachrichtigung, dass ein online-check-in möglich ist, diesen durchgeführt und dabei auch die ausstehende Kurtaxe, nämlich insgesamt 40,48 Euro bezahlt. 🙂👍

Als ich abends gegen 22:45 Uhr vor Ort einchecken wollte, wurde mir dies mit der Begründung verweigert, dass ich meinen Personalausweis nicht aushändigen könnte.

Ich teilte daraufhin insbesondere mit, dass ich ernsthaft noch nie in einem Hotel oder Hostel einen Ausweis hergeben musste und dass das keinen Sinn macht. Die Bezahlung ist ja auch mit meiner eigenen Karte passiert und der Online-Check-In wurde schon durchgeführt.

Auf dem Weg zum a & o Hostel in Salzburg beim Hauptbahnhof
Auf dem Weg zum a & o Hostel in Salzburg beim Hauptbahnhof, das umgeben von Spielhallen, Uringeruch und betrunkenen Junkies (?) war

Angestellte konnte keine Rechtsgrundlage nennen

Eine Rechtsgrundlage für das Aushändigen (Hinterlegen, Kopieren?!) eines Personalausweises konnte die Angestellte nicht nennen und wich der Frage auch mehrmals aus.

Auch nach einem Telefonat konnte sie das nicht sagen.

Jemand, der für sein Unternehmen befugt sein will, mit hochpersönlichen Daten und Dokumenten zu hantieren, sollte ja konkret eine Rechtsgrundlage oder wenigstens ein Gesetz nennen können.

Eingang des a & o Hostel Salzburg Hauptbahnhof mit in der Ecke liegendem Gast
Eingang des a & o Hostel Salzburg Hauptbahnhof mit in der Ecke liegendem Gast

Spannender Zweck für die Aushändigung meines Ausweises

Eine Rechtsgrundlage gab es also nicht für mich, aber als Zweck für die Aushändigung meines Personalausweises, den ich nicht bei mir hatte, nannte die Mitarbeiterin auf Nachfrage, dass die Polizei mich ja suchen könnte.

😱

Achso.

Das ist ja ganz spannend; weil ich böse Ausländerin eine zur Fahndung ausgeschriebene Person sein könnte, muss ich bei einem ranzigen Hostel am Hauptbahnhof meinen Personalausweis abgeben.

Macht auf jeden Fall Sinn.

Nicht.

a & o Hostel Salzburg Hauptbahnhof verweigert Erstattung

Die Auszahlung meines bereits bezahlten Übernachtungspreises verweigerte die Empfangsdame; ich würde von ihr gar nichts kriegen.

😢

Auch auf meine Anmerkung, dass ich dann zwei Tage nachts auf der Straße wäre, weil ich auch kein weiteres Geld habe, war die Angestellte nicht weiter bereit, sich mit meiner Situation und dem Sachverhalt auseinander zu setzen, wobei ich nicht das Gefühl hatte, dass sie die Folgen nicht abschätzen hat können.

Ich glaube, die waren ihr sehr bewusst und sie wollte, dass ich nachts auf der Straße bin.

Der Lösungsvorschlag des a & o Hostel Salzburg Hauptbahnhof

Die Dame legte daraufhin einen Papierschnipsel auf den Tresen, der nicht größer war als mein kleiner Finger.

Auf dem Schnipsel stand eine Email-Adresse; bei der könne ich mich ja beschweren.

Wow 😱

Das ist ja nett.

Dass ich als allein reisende, mittellose Frau nach zwei Nächten obdachlos am Hauptbahnhof eine Beschwerdeemail an meine Peiniger über mein Erlebtes verfassen dürfe.

Sarkasmus beiseite: Eine Lösung für eine sichere Nächtigung nannte sie nicht, sondern sie ignorierte mich demonstrativ und wandte sich anderen Gästen zu.

Dann halt… rechtliche Schritte?

Ich teilte dann u. a. mit, dass ich dann rechtliche Schritte einleiten müsste und dafür ihren Namen oder irgendeine Dienstnummer zur Identifikation von ihr brauche, da sie Zeugin sei.

Dies verweigerte sie mit der absolut logischen Begründung, dass ich ihr ja auch nicht meinen Namen geben würde.

🙄

Ich hielt ihr daraufhin nochmal demonstrativ mein Handy mit der Buchungsbestätigung samt Buchungsdaten hin und las auch die Buchungsnummer laut vor, aber sie tat ganz geschäftig und ignorierte mich weiterhin.

☹️

Super Service im a & o Hostel Salzburg Hauptbahnhof 👍

Als ich daraufhin mit meinem Handy ein Bild von der Angestellten anfertigte, empörte sie sich laut, dass sie gleich die Polizei rufen würde und implizierte damit den anderen anwesenden Personen wahrheitswidrig, dass ich eine gefährliche bzw. strafrechtlich relevante Sache getan hätte, die die Hinzuziehung der Polizei notwendig machen würde.

Als Hausherrin hat sie natürlich erst einmal größeres Gehör als ein Gast, weswegen das Ganze sehr peinlich und verstörend war.

Das mit der Hinzuziehung der Polizei ist in dem Horror-Hostel auch gar nicht so abwegig gewesen, weil es im Eingangsbereich nach Alkohol stank, es torkelten oder schlichen betrunkene Menschen herum, vor dem Eingang riecht es stark nach Urin und die Gästeküche war übrigens geschlossen. Die Leute haben im Eingangs- / Gemeinschaftsbereich gegessen und getrunken und Mahlzeiten zubereitet bzw. aus Brotdosen zusammengeschustert.

War auf jeden Fall alles sehr unangenehm.

Also… Was soll mir das jetzt weiterhin sagen?

Dass das a & o Hostel Salzburg Hauptbahnhof schon mal vorsorglich für allfällige Fahndungen Personalausweise ohne Rechtsgrundlage sammelt und damit das auch Sinn macht, einfach strafrechtlich relevantes oder gefährliches Verhalten erfindet?

Zu dem Zeitpunkt war ich sehr müde.

Anmerkung: Die Anfertigung eines Bildes von einer Person ist selbstverständlich [straf]rechtlich völlig unbedenklich, insbesondere dann, wenn die abgebildete Person die Namensnennung oder die Nennung der Dienstnummer zur eindeutigen Identifikation für angekündigte rechtliche Schritte gegenüber der Geschädigten verweigert.

Das Sahnehäubchen: Angestellte vergibt Zugangsschlüssel doppelt

Zwischen den Nachfrage- und Wartezeiten kam eine verstörte Frau mit ihren zwei minderjährigen Töchtern zurück zum Check-In-Tresen und teilte erschrocken mit, dass in ihrem Zimmer schon jemand wäre; die Angestellte des a & o Hostels Salzburg Hauptbahnhof (ich schreibe diesen Artikel jetzt mal suchmaschinenoptimiert 😏), die mit ihrer einfachen Tätigkeit offensichtlich fachlich und persönlich überfordert war, vergibt in ihrer Inkompetenz also sogar Zugangscodes und -karten doppelt und tritt damit insbesondere das Grundrecht auf Privatsphäre der Gäste mit Füßen.

Da es etwa 23 Uhr war, dürften die sich darin befindlichen Personen / die Familie vielleicht sogar schon schlafend im Bett befunden haben.

Ich meine, ich habe ja selber erlebt, wie verstörend das in einer Mietwohnung am helllichten Tage sein kann (hier geht’s zum Video: Pension Walser Birnbaum), aber wie ausgeliefert muss man sich fühlen, wenn das mitten in der Nacht in einem abgeranzten, lauten Hostel der Fall ist. ABSOLUT UNMÖGLICH was ich da in unter einer halben Stunde erlebt habe.

Selbst unterstellt, ich hätte jetzt doch noch das von mir gebuchte Zimmer bekommen; jetzt hätte ich es aus Sicherheitsgründen gar nicht mehr annehmen können. 🤦‍♀️

Alles roger im **** Hotel um die Ecke 👍

Ich verließ dann das Hostel und fragte im nächstgelegenen Hotel, ob ein Zimmer frei wäre; der Check In verlief in Sekundenschnelle, wie gewohnt ohne Probleme und selbstverständlich wieder ohne die Vorlage eines Personalausweises.

Den Mehrpreis habe ich dem a & o Hostel Salzburg Hauptbahnhof mitsamt einer Verzugskostenpauschale als Schadenersatzforderung in Rechnung gestellt; knapp 250 Euro, die ich nun im Wesentlichen über meine Kreditkarte zwischenfinanziere. 🤷‍♀️

Wenn es zu einem Rechtsstreit kommen sollte, werde ich mich dem gerne stellen, weil diese Forderung werde ich mit Nachdruck betreiben.

Das a & o Hostel Salzburg Hauptbahnhof und sein Motiv

Ich vermute, dass das Hostel überbelegt war und ich so als allein reisende, unsichere und übermüdete Ausländerin als einfachstes Ziel erschienen bin; womöglich war mein Schlafplatz schon vergeben (es war ja auch schon 22:45 Uhr als ich ankam) und das Hostel wollte den Schaden nicht bezahlen, der für die Umbuchung / Umquartierung in ein anderes Hostel / Hotel normaler Weise ja als Rechtsfolge anfällt.

Das Hostel hat m. E. mit einem in der Branche sogenannten “No-Show” kalkuliert.

Wie bewerten Gäste das a & o Hostel Salzburg Hauptbahnhof?

Zahlreiche Bewertungen auf Google zeigen, dass das Hostel womöglich regelmäßig Gäste abzockt:

Gerhard bezahlte, aber war das Hostel überhaupt geöffnet?

Zahlte Gerhard für einen Aufenthalt in einem geschlossenen Hostel?
a & o Hostel Salzburg Hauptbahnhof | Zahlte Gerhard für einen Aufenthalt in einem geschlossenen Hostel?

Tanja warnt vor öffentlich urinierenden Säufern und lauten Pöblern

a & o Hostel Salzburg Hauptbahnhof | Tanja warnt vor urinierenden Säufern
a & o Hostel Salzburg Hauptbahnhof | Tanja warnt vor urinierenden Säufern

Naomi bezahlte, aber bei der Ankunft war geschlossen

a & o Hostel Salzburg Hauptbahnhof | Buchen, Zahlen, aber keine Leistung bekommen
a & o Hostel Salzburg Hauptbahnhof | Buchen, Zahlen, aber keine Leistung bekommen

Für Zameer war die versprochene Zusatzleistung nicht vorhanden

Immer ärgerlich, wenn man kurzfristig teures Essen bestellen muss, statt sich sein eigenes zubereiten zu können

a & o Hostel Salzburg Hauptbahnhof | Wie auch ich es gesehen habe, ist die Gemeinschaftsküche geschlossen
a & o Hostel Salzburg Hauptbahnhof | Wie auch ich es gesehen habe, ist die Gemeinschaftsküche wohl öfter geschlossen

Symo fand katastrophale Hygienezustände vor

a & o Hostel Salzburg Hauptbahnhof | Kotspritzer in der Toilette
a & o Hostel Salzburg Hauptbahnhof | Kotspritzer in der Toilette

Abzocke, Schimmel, unfreundliches Personal: Die Liste ist lang…

Viele Google-Bewertungen zu Abzocke, Schimmel und unfreundlichem Personal
Viele Google-Bewertungen zu Abzocke, Schimmel und unfreundlichem Personal

Mein Fazit zum a & o Hostel Salzburg Hauptbahnhof

In diesem Hostelbetrieb geht es offensichtlich drunter und ich bitte Dich, derartige Unternehmenspraktiken nach Möglichkeit nicht mit Deinem hart erarbeiteten Geld zu fördern.

Letztendlich bin ich froh, dass mir der Aufenthalt dort erspart wurde; wer weiß, was da noch passiert wäre.

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Betrieben wird das a & o Hostel Salzburg Hauptbahnhof von der a&o hostel and hotel Salzburg GmbH, deren Gesellschafterin die deutsche a&o hostels Marketing GmbH ist. Geschäftsführer sind Herr Bleeker Andreas und Herr Winter Oliver.

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Hast Du schon einmal derartiges Erlebt? Lass es mich gerne in einem Kommentar wissen 👇

6 thoughts on “Das Horror-Hostel: a & o Hostel Salzburg Hauptbahnhof

    1. Liebe Sarah,

      danke fürs Lesen und Kommentieren. Ich würde dieses Hostel sicher niemandem empfehlen, der eine andere Möglichkeit hat, im Trockenen zu nächtigen.

      Ich hoffe, dass die Familie (?), die nachts Besuch von der Dame mit den zwei Töchtern bekommen hat, weil der Zugangscode doppelt vergeben wurde, das einigermaßen gut überstanden und ihr Geld zurück bekommen hat.

      LG

      Kristina

    1. Liebe Nina,

      der Check In für das andere Zimmer ging reibungslos von Statten und dafür bin ich auch echt dankbar, weil es echt schon kurz vor halb zwölf war und die Reise sehr ermüdend war.

      Interessant ist auch, dass in dem Hostel Maskenpflicht herrschte und im Hotel nicht; die Dame hatte mich gefragt, ob ich aus Deutschland käme, was ich bejahte und dann sagte sie, ich könne die Maske ablegen, wenn ich wolle.

      Was die Frau letztendlich mit dem Ausweis machen wollte, hat sie nicht gesagt. Sie konnte ja auch keine Rechtsgrundlage nennen, nach der ich dann vor Ort oder danach hätte recherchieren können.

      Ich hoffe, Dir geht es gut.

      LG

      Kristina

  1. Dass die dein Zimmer kurz vor Mitternacht vergeben haben macht Sinn wenn man bedenkt, dass manche Hotels generell einen bestimmten Prozentsatz überbuchen.

    1. Hallo Kev,

      danke fürs Lesen und für Deinen Kommentar!

      Im Internet steht, dass das Hostel 458 Betten hat; ich kann mir das ehrlich vorstellen. Ein Prozent überbucht wären 4 Betten und wenn da 458 Personen täglich aufscheinen und nächtigen wollen kommen bestimmt ein paar nicht (rechtzeitig) an mit nem öffentlichen Verkehrsmittel oder es passieren Fehler oder sie reisen früher ab und es ist nicht erstattungsfähig.

      Dann macht das mit dem so-abgefertigt-Werden auch mehr Sinn, obwohl es dann immer noch sehr traurig wäre, wenn es echt so wäre.

      LG

      Kristina

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