Etwas Verdienen

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(c) Adelle Ramcharan

 

Ein Algorithmus hat Adelle Ramcharan und mich auf Youtube zusammengeführt.

Etwas Verdienen vs. Etwas Verdienen

Adelle Ramcharan ist eine auch auf der Videoplattform Youtube vertretene Online-Unternehmerin, geschätzte 35 Jahre, aus Kanada. Ihr Video “Look..I deserve more subscribers” behandelt im ersten Teil das Thema “etwas verdienen” im Sinne von Geld verdienen und im zweiten Teil insbesondere die vier “emotional virtues” (in etwa: Tugenden), um erfolgreich zu werden.

Sie spricht diese etwa bei Minute 1:25 an.

Ab Minute 1:55 sagt sie sinngemäß, dass es nicht Informationen oder Techniken wären, die Dich dahin brächten, wo Du hin willst; es seien

  • Deine Weltanschauung,
  • Deine innere Haltung und
  • Deine Bereitschaft, Hand anzulegen, im Sinne von etwas aktiv anzugehen.

Die Lebenseinstellung, zu denken, etwas verdient zu haben (nicht im finanziellen Sinne), sei Wunschdenken, das sie schon lange aufgegeben hätte. Sie spricht über ihre schwierige Kindheit in einem finanziell angespannten Alleinerzieherhaushalt mit einer überforderten Mutter, in dem sie mithelfen musste, ihre Geschwister mit aufzuziehen.

Zurückblickend vertritt sie die Auffassung, dass sie damals so vieles verdient hätte, was sie jedoch nie bekommen hätte, zum Beispiel eine Vaterfigur, eine durchgehende Versorgung mit Nahrungsmitteln und mehr Freizeit. Sie hätte es verdient gehabt, Kind sein zu dürfen, und nicht ein zweites Elternteil.

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Symbolbild: Familiäre Geborgen- und Sicherheit | (c) Myriams-Fotos

Es gäbe viele Menschen, die Dinge hätten, die sie scheinbar nicht verdient haben und es gäbe Menschen, die Dinge nicht haben, wobei es so scheine, dass sie diese verdient hätten.

Jeder von uns würde sich wünschen, dass jeder Mensch wenigstens die Grundbedürfnisse befriedigt bekäme.

Die Realität aber wäre, dass das Leben so nicht funktioniert.

Wenn es also darum ginge, etwas verdient zu haben, kreierten Menschen ihr eigenes Leid, insbesondere, wenn sie sich mit anderen verglichen; dies wäre sinnlos.

Wenn wir aber heraus fänden, wie diverse Systeme funktionieren, könnten wir erfolgreicher werden als andere Menschen.

Vorteile seien ungleich verteilt; Manche Menschen sähen besser aus oder seien intelligenter; dies sei die Natur des Lebens.

Niemand sei gleich dem anderen

Minute 4:55: Menschen sollen ihre eigene Kraft – sie benutzt das Wort “magic” – entdecken und ihren persönlichen Weg, in dieser Welt zu funktionieren.

Wenn es richtig ist, würden einen die richtigen Dinge zum richtigen Zeitpunkt finden.

So hätte es für sie funktioniert.

Ab Minute 5:10:

Die vier Tugenden für den Erfolg

  • Patience (englisch für “Geduld“); der Erfolg fände jeden Menschen in unterschiedlichem Zeitmaß. Man solle seinen Zuschauern beziehungsweise seinen Kunden regelmäßig das geben, wonach sie verlangen.
  • Faith (englisch für “Glauben”, hier im Sinne von “Zuversichtlichkeit”); man solle nicht zu schnell aufgeben, wenn sich der Erfolg nicht gleich einstellt.
  • Having a thick skin (englisch für “ein dickes Fell haben“); wenn Du online präsent bist, würden Dich Menschen angreifen und ihre eigenen Schwächen auf Dich projizieren. Fremde Menschen würden Dich hassen, weil sie glauben, ihre eigene Unzufriedenheit in Dir wieder zu erkennen. Positive Kommentare sollten das Ego nicht explodieren lassen und negative Kommentare sollten Dich nicht herunter reißen. Mancher Content, den man produziert, und von dem man vielleicht denkt, er würde womöglich sogar viral gehen, wird tatsächlich vielleicht nicht einmal durchschnittlich gut ankommen. Davon sollte man sich aber nicht abhängig machen. Man solle den Fokus darauf legen, einen Weg zu finden, das nach außen zu tragen, was die Welt von einem haben wolle.
  • Man solle davon Abstand nehmen, zu glauben, dass man etwas verdient hätte. Es läge in Deiner Verantwortung eine Möglichkeit zu finden, Deine Nachricht an die Leute zu bringen, die am meisten verdienen sie zu hören; dies käme dann zu Dir zurück.

All-In?

Sie sagt somit sinngemäß das Gleiche wie die Content-Marketing-Spezialisitinnen Lilli Koisser und Sandra Holze: “Own your shit.” im Sinne von: Sei nicht nur authentisch und präsent, sondern sei ganz Du selbst und Dir und anderen gegenüber absolut verbindlich, dann wird der Erfolg sich einstellen.

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Symbolbild: All-In | (c) Petja24

Gleichermaßen sagt sie aber auch zwischen den Zeilen, dass man hinsichtlich seines Erfolges wenig Einfluss hätte. Man spielt quasi ein Spiel in einem abgegrenzten und somit nicht absoluten System.

In der Konsequenz sagt sie mE, dass man zu einem wesentlichen Teil fremdbestimmt ist und der Schlüssel zum eigenen Erfolg und Glück in den Händen Dritter liegt. Man muss einen großen Teil von sich hergeben und präsentieren, damit andere einen anziehend finden und das Geld zu einem kommt.

Ist dieses All-In ein sechsstelliges Jahreseinkommen wert?

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