Winterthur. 43-Jähriger räumt sexuellen Missbrauch an Kindern ein

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Winterthur. Am Nachmittag des 18. September 2020 ist ein 43-jähriger Mann nach zwei Vorfällen wegen verdächtigen Ansprechens bzw. sexueller Handlungen mit Kindern verhaftet worden.

43-Jähriger räumt sexuellen Missbrauch ein

Der Mann soll von einem Quartierpolizisten der Stadtpolizei Winterthur erkannt worden und der Kantonspolizei Zürich zugeführt worden sein.

Aus auf zwei Anzeigen gegen unbekannt basierenden Ermittlungen geht hervor, dass ein unbekannter Mann ein sechs- und ein neunjähriges Mädchen sexuell belästigt und genötigt haben soll.

Der Festgenommene zeigte sich grundsätzlich geständig.

Es wurde ein Ermittlungsverfahren gegen den Mann eröffnet und beim Zwangsmassnahmengericht Untersuchungshaft beantragt.

Die Kantonspolizei Zürich und die Staatsanwaltschaft ermitteln nun auch, ob der 43-Jährige als Täter in weiteren ähnlich gelagerten Delikten in Frage kommt.

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Herford. Bürgermeister Tim Kähler (SPD) zeigt Ratsmitglied Martin Wolf (parteilos) an

Herford. Im August 2020 ist vom amtierenden Herforder Bürgermeister Tim Kähler (SPD) Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Bielefeld gegenüber Herrn Ratsherr Martin Wolf (parteilos) wegen des Verdachts der üblen Nachrede (§ 188 StGB) gestellt worden.

§ 188 StGB: Üble Nachrede und Verleumdung gegen Personen des politischen Lebens

In der bereits Ende Juni 2020 getätigten Ratssitzung soll Ratsherr Martin Wolf über den Bürgermeister gesagt haben, dass er „als jemand bekannt sei, der Menschen nötigen würde, um an sein politisches Ziel zu gelangen“.

Da sich der Ratsherr auch Monate nach der Aussage nicht entschuldigt hätte und der Bürgermeister sich nach eigener Aussage nicht alles bieten lassen will, wurde etwa zwei Monate nach der Aussage die Strafanzeige eingebracht.

Im entsprechenden Paragraphen 188 des StGB heißt es:

„Wird gegen eine im politischen Leben des Volkes stehende Person öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften eine üble Nachrede (§ 186) aus Beweggründen begangen, die mit der Stellung des Beleidigten im öffentlichen Leben zusammenhängen, und ist die Tat geeignet, sein öffentliches Wirken erheblich zu erschweren, so ist die Strafe Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren.“

Herr Kähler hat die Ratsmitglieder zeitnah über diesen Schritt informiert.

Bereits 2017 ein rechtlicher Konflikt

Im Jahr 2017 gab es bereits einen rechtlichen Konflikt, bei dem das Verfahren gegen Martin Wolf wegen Beleidigung gegen Auflagen eingestellt worden war.

Karlsruhe. Deutsches Regierungspräsidium erstattet Anzeige gegen Bastian Yotta aka Bastian Gillmeier

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Karlsruhe. Das Referat 86 des Regierungspräsidiums in Karlsruhe hat im September 2020 Anzeige gegen Reality-TV-Sternchen Bastian Yotta aka Bastian Gillmeier wegen unzulässiger Glücksspielwerbung erstattet.

Bastian Yotta bewarb unzulässiges Gewinnspiel auf Instagram

Bastian Yotta hatte zumindest im Jahr 2020 auf seinen Instagram Kanälen @yotta_life und @yotta_couple die Registrierung bei Platincasino beworben, ein Glücksspiel dessen Geschäftsmodell und in der Folge auch die Werbung dafür in Deutschland unzulässig ist.

Der Redaktion liegt in gegenständlichem Sachverhalt eine Email vor, aus der hervor geht, dass das Präsidium das Glücksspiel und die Werbung für den Online-Glücksspiel-Anbieter Platincasino (Punkt) com als unzulässig einstuft und daher gemäß § 284 StGB Strafanzeige erstattet hat.

Leider war heute für eine Stellungnahme telefonisch niemand dort erreichbar.

Platincasino: gezielt triggernde, unregulierte Glücksspiel-Plattform

Die Online-Glücksspiel-Plattform Platincasino wird bereit gestellt von der in Malta ansässigen Firma “Red Rhino Limited” und bietet zahlreiche unregulierte Glücksspiele auf deren Internetauftritt an.

Als sehr triggernd für ein Sucht bedienendes Verhalten empfand unsere Redakteurin bei der Recherche auf dem Internetauftritt vor allem die bewegte Timeline an der rechten Seite, in der alle paar Sekunden vermeintliche Erfolgsmeldungen von Gewinnspiel-TeilnehmerInnen mit konkreten, bis zu fünfstelligen Gewinnsummen durchliefen:

Bildschirmfoto: Platincasino (Punkt) com
Bildschirmfoto: Platincasino (Punkt) com

Das Referat 86 des Präsidiums führt dazu aus:

[…] macht Herr Gillmeier daneben Werbung für den Glücksspielanbieter www.platincasino.com, denn die 20 € sollen dort bei der Anmeldung und Registrierung als Spieler eingezahlt werden. Da das Internetglücksspielangebot der Platincasino nicht erlaubt ist, ist auch die Werbung dafür nicht erlaubt. Das angebotene Glücksspiel und die Werbung hierfür ist strafbar nach § 284 StGB.

– Regierungspräsidium Karlsruhe, Referat 86

Auch GewinnspielteilnehmerInnen drohen Strafen

Nicht nur die Werbung, sondern auch die Teilnahme an unlizensiertem Gewinnspiel ist mit Konsequenzen bedroht.

Selbst unterstellt, es würden Gewinne generiert und ausgezahlt werden, sind diese Gewinne von (deutschen) Behörden ersatzlos zu konfiszieren und es drohen obendrein empfindliche Geldstrafen.

Auch Einnahmen aus unzulässigen Werbetätigkeiten können konfisziert werden

Der Staat hat die Möglichkeit, nicht nur die Gewinne der Gewinnspiel-Teilnehmer, sondern auch die Gewinne der Beteiligten, hier: Bastian Yotta als Werbetreibender, zu konfiszieren.

Für jede so generierte Anmeldung bei Platincasino, für die Bastian Yotta auf Instagram einen seiner Kurse “for free” anbot, soll er 100,00 Euro Vermittlungsprovision vom Casino als Affiliate-Partner erhalten haben, wobei keine seiner “Instagram-Stories” den Hinweis beinhaltete, dass er ein Affiliate-Partner der Casinoseite wäre. Dies entspricht möglicher Weise wiederum einer unzulässigen Schleichwerbung.

(Anonyme) Hilfe bei Spielsucht

Bei den Werbemaßnahmen von Bastian Yotta handelt es sich nicht um ein Kavaliersdelikt oder eine Bagatelle.

Wenn Sie glauben, dass jemand oder Sie persönlich von Spielsucht betroffen sein könnten gibt es auch kostenlose und anonyme Informations- und Hilfsangebote für Suchtbetroffene:

Anlaufstellen für Spielsüchtige:

Die Krankheit “Spielsucht” auf Netdoktor: Spielsucht – Ursachen, Symptome, Hilfe

Münchener Sucht-Hotline telefonisch: 089 / 28 28 22

Anonyme Spieler (GA) Interessengemeinschaft e. V.: Selbsthilfgruppe online

Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin kann Ihnen vertrauensvoll weitere und lokale Hilfsmöglichkeiten nennen, die für Sie als betroffene oder angehörige Person passen.

Wir werden weiterhin berichten.

Nachstehend die vollständige Email des Präsidiums:

Regierung erstattet Anzeige gegen Bastian Yotta
Regierung erstattet Anzeige gegen Bastian Yotta