Einfacher

Bildschirmfoto aus Video v. 14.4.21 (c) otherworlddesign
Bildschirmfoto aus Video v. 14.4.21 (c) otherworlddesign

Dieses Projekt ist im Wesentlichen ein Recyclinghof für Online-Inhalte, die meine KollegInnen und ich seit 15+ Jahren erstellt haben.

Zeitweise hatten wir die Ambition, hier und auch andernorts täglich neue Inhalte zu publizieren und zwar in Tagebuchform; das ist nämlich ein klasse Weg Produkte beiläufig zu nennen, Backlinks natürlich zu generieren und – auch durch Niedrigschwelligkeit – zu Interaktionen zu motivieren. Außerdem mögen Suchmaschinen Internetseiten, die täglich aktualisiert werden.

Das könnte man auch mit der Zeit monetarisieren.

Carly Riordan macht das zum Beispiel; deren Post “Diary No. 53” ist aus einer Beitragsreihe, bei denen der Leser bzw. die Leserin einen (vermeintlichen) Blick ins Innere Carlys bekommt, z. B. ein Foto vom Hündchen auf der neuen Tagesdecke, einen Blick auf den Teller oder ins Wohnzimmer.

Das Format “On my Radar” sind Beiträge, bei denen der Leser bzw. die Leserin einen (vermeintlichen) Blick auf Dinge und Sachverhalte bekommt, die sich um Carly herum abspielen, z. B. Bücher, Waren, etc.

Meine KollegInnen sind wie ich auch allerdings alle introvertiert bzw. haben kein wirkliches Interesse daran, etwas von sich preiszugeben bzw. hält es sich derart in Grenzen, dass es für ein solches Format nicht ansatzweise reicht. Weiters fehlt jemandem, der eine derartige Grundeinstellung hat, auch schlichtweg die Dynamik, so etwas langfristig aufrecht zu erhalten; das sah man auch an vergangenen Versuchen…

Um eine Personenmarke oder Kunstfigur komplett zu entwickeln, die dann bloggt, fehlen dann auch die Ressourcen, solange es unmonetarisiert ist und weiters müsste auch wieder einiges koordiniert werden, wenn mehr als eine Person dran sitzt.

Wenn man ein Projekt ernsthaft monetarisieren will, sollte dahinter Leidenschaft bzw. Dynamik sein. Von dem Punkt aus kann man sich nämlich einfach die Onlinemarketing-Skills aneignen, die es für einen erfolgreiches Projekt braucht; SEO-Techniken, Social-Media-Management-Strategien, Brandbuilding…

Umgekehrt ist es eher schwierig; da kann ich noch so viele Zertifizierungen als Social Media Managerin (IHK), etc. für tausende von Euros machen; wenn ich nix zu sagen hab, kann ich auch keine Inhalte publizieren und werden eben immer nur für andere tätig sein…

Zeitweise hatte ich überlegt, die “Morgenseiten“, die ich persönlich eine Zeit lang täglich seitenweise in einen Buchkalender geschrieben hatte, einfach hier in den Blog zu schreiben, aber

1. das will wirklich niemand lesen und

2. entspricht das auch das nicht einem guten Onlinetext, denn die sollen z. B. über 300 Worte, Zwischenüberschriften, Bildattribute, vorab recherchierte Keywords, etc. haben, was mangels jeglicher Struktur dem Konzept von Morgenseiten gänzlich widerspricht.

Im deutschsprachigen Raum gibt es auch kaum eine Bloggerin, die (vermeintlich) persönlich und täglich auf einem eigens gehosteten Blog postet. Also ich kenne zumindest keine; die Ärztin Silke Rosenbusch hat das mal gemacht, allerdings ist sie jetzt mehr auf Youtube unterwegs…

Jetzt bin ich auf eine englischsprachige Content-Creator… in (gibts das Wort im Deutschen?!) gestoßen, die ein altes Tagebuch aus 1957 gefunden hat, in dem eine Hausfrau handschriftlich täglich einen Eintrag gepostet hat und die Inhalte sind sehr beliebt. Hier ist zum Beispiel ein Bildschirmfoto eines Tagebucheintrages vom 28. Mai 1957; das Video wurde binnen weniger Tage über eine Million Mal angesehen:

Bildschirmfoto vom Video v. 14.4.21 (c) @otherworlddesign
Bildschirmfoto vom Video v. 14.4.21 (c) @otherworlddesign

“Habe nichts gemacht außer Fernseher zu gucken”

Im englischen Originaltext hat dieser Satz auch noch einen Rechtschreibfehler. 😅 Man kann sichs offensichtlich auch einfacher machen, wenn man mal bereit ist, Perfektionismus sein zu lassen zu wollen…

@otherworlddesign

Reply to @dodiejojo obviously a very busy woman #1950s #diary

♬ Unforgettable – Nat King Cole

Omad.blog

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