Hol‘ die Freude aus dem Schrank!

LED-Lichterkette :)
LED-Lichterkette 🙂

 

 

Ich bin heute wieder meinen Besitz durchgegangen und hab geschaut, was ich entfernen, warten oder reparieren könnte.

Seine Ressourcen auch nutzen

An Materiellem finde ich kaum noch etwas in meinem Besitz, das weggegeben, gewartet oder repariert werden könnte, was mich ein bisschen stolz macht. Mit meinem Besitz und der kann ich ja kaum jemanden beeindrucken, aber ich bin sehr glücklich mit meiner kleinen und beweglichen Existenz, die den Blick aufs Wesentliche freihält 🙂

In meinen Sachen habe ich dann aber doch noch zwei verwurschtelte LED-Lichterketten gefunden und die hab ich heute um ein Fenster herum drapiert:

LED-Lichterkette :)
LED-Lichterketten 🙂

Manchmal besitzt man liebgewonnene Dinge und verwendet sie nicht, vor allem aus Gründen

  • des Aufwandes – man muss z. B. noch Batterien kaufen, dann aber auch erstmal nachschauen, was für welche gebraucht werden, das Budget reicht diesen Monat nicht unbedingt für Batterien, also beschäftigt man sich im nächsten Monat wieder damit, abstauben, entwurschteln, ankleben, Werkzeuge fürs Anbringen besorgen, …,
  • der Bescheidenheit – man will das teure Parfum nur für besondere Anlässe nutzen, man möchte die schöne Uhr aus der Erbschaft nicht tragen, weil man sie sonst beschädigen könnte, man will eine Kette oder einen Ring nicht tragen aus Sorge, ihn verlieren zu können und der schöne Anzug / das edle Kleid hängt 364 Tage lang im Kleiderschrank, weil es „zu schade“ für den Alltag ist,
  • der Unsicherheit – das Kleidungsstück in der Neonfarbe passt doch nicht zur Alltagsgarderobe, die Animal-Print-Schuhe sind doch „too much“ oder der dunkle Lippenstift gefällt dem Schwiegermonster nicht?

Ich denke, dass das nicht immer richtig ist. Ressourcenmanagement, Bescheidenheit und sich wohlfühlen ist wichtig, aber lohnt es sich vielleicht nicht doch, ein paar Minuten aufzuwenden und die Wohnung mit einer LED-Lichterkette zu verschönern, die man doch extra gekauft hat, weil sie sie bei Nacht gemütlicher macht? Ist Dein Lieblingskleid es nicht wert, dass Du es auch zu anderen Anlässen trägst und wenn es „nur“ ein sonniger Dienstag ist, bevor es „schonend“ weiter im Kleiderschrank verstaubt? Ist die Meinung des Schwiegermonsters es tatsächlich wert, dass Du Dein Make Up nicht so aufträgst, wie du möchtest?

Ich denke, es lohnt sich, sich selbst und seine Ansichten regelmäßig zu hinterfragen und auch mal was zu wagen, zu investieren und zu riskieren; das Leben ist zu kurz für aufgeschobene Entscheidungen, unnötige Bescheidenheit und dafür, es an der Meinung anderer auszurichten; solange man niemandem schadet, sollte man sich so entfalten wie man möchte.

Es wäre doch Schade wenn nach dem eigenen Ableben die Kinder im Kleiderschrank ein teures Parfum, schöne Kleidung, Geld oder sonstige angeschaffte und aufgehobene Dinge finden würden, während sie reflektieren, wie bescheiden, zurückhaltend oder moderat man im Leben gewesen ist und was für Lebensfreuden man sich alles vorenthalten hat.

Hol‘ die Freude aus dem Schrank!

Es hilft auch, zu reflektieren, wie sehr man sich in dem Moment gefreut hat als man das teure Parfum, die edlen Schuhe oder die hübsche Lichterkette bekommen hat. Soll die Freude wirklich mit den Dingen im Schrank verstauben? 🙃

Minimalismus heißt nicht, nichts zu haben, sondern keinen Ballast zu haben 🙂

Was ist in Deiner Schublade oder Garage, das Du gerne mehr benutzen würdest? Lass es mich gerne in einem Kommentar wissen ↓

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