Sängerbäckchen

Das Bild zeigt verschiedene Gegenstände, die minimalisiert wurden; Socken, Modeschmuck, Lidschatten, Notenblätter, eine Box, eine Tasche, eine Gießkanne, ein Silikon-Schwämmchen | Kristina Kral, Minimalismus
#251 – Minimalismus

 

 

An Tag 251 des 365-Tage-Minimalismus-Projektes gehen weitere Dinge aus allen Ecken des Hauses…

Minimalismus – Tag 251

Es gingen ein Paar kratzige Socken, ein beiger Lidschatten, Modeschmuck, ein paar Notenblätter, die ich nicht mehr in Papierform brauche, eine durchsichtige Aufbewahrungsschachtel, ein weiteres Silikon-Make-Up-Schwämmchen, eine Tasche und eine durchsichtige Gießkanne, die jetzt da steht, wo die Pflanzen sind, die ich schon weggegeben hatte.

Die Chilipflanzen, die ich im Oktober gesät hatte – vier von fünf haben überlebt – sind mittlerweile übrigens groß und tragen schwere Chilischoten:

Chilipflanze
Chilipflanze

Ich bin gespannt, wie die Schoten schmecken werden 🙂

Sängerbäckchen

In der Collage sieht man obenauf ein orangenes Notenblatt von “Kein Hälmlein wächst auf Erden”, wozu ich auf Youtube tatsächlich keine Aufnahme finde. Es ist ein relativ einfaches Volkslied, das ich – damals noch als Hauptfachpianistin – überraschend bei einer Lehrprobe mit drei Lehrerinnen / Dozentinnen singen musste. Alleine. Samt Einsingübungen. Vor allen HauptfachsängerInnen und den Direktoren. Und dem Hauptfachpianistenmeister. Was mir am Morgen des Probentages gesagt wurde.

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Gibt Schöneres für introvertierte MusikerInnen. 🙃

Kristina Kral #251 - Minimalismus
#251 – Minimalismus

Ich weiß noch ganz genau, dass ich eine Laugenstange in einem Papiersackerl hatte, die aß, während ich alleine in einem Klavierübungsraum eine einzelne Hand eines Klavierstückes übte und der Direktor herein kam und mich fragte, ob ich am Nachmittag da wäre und was singen könnte.

Weil essen in Klavierräumen verboten war und ich da wie auf dem Präsentierteller mit der Laugenstange in der Hand saß, hab ich einfach nur mit großen Augen und vollem Mund genickt.

Jedenfalls… So schlimm das als introvertierte Person auch für mich war; das – und meine “Sängerbäckchen”, von denen ich an diesem Tag das erte Mal erfuhr, haben die Weichen dafür gelegt, dass ich danach Hauptfachsängerin und Chorleiterin wurde.

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