Wirtschaftlichkeit vs. Umweltschutz

Kristina Kral Drucker
defekter Drucker

 

 

Gegenstand #10 ist ein Drucker.

Minimalismus #10

Gegenstand #10, der heute gehen muss, ist dieser Drucker, der schon länger nicht mehr arbeitet. Weil er zum Schluss jedoch immer mal wieder sporadisch funktionierte, manchmal z. B. nach dem Durchlauf eines Wartungsprogrammes, blieb die Hoffnung lange bestehen, dass er seinen Dienst vielleicht irgendwann wieder aufnehmen wird.

Hat er nicht getan, deswegen wurde er zu einer Art Wertstoffverwertung gebracht, die nach eigenen Angaben auch immer versucht, defekte Geräte zu reparieren und wieder einen neuen Besitzer zu finden. In jeder Stadt gibt es übrigens eine Art Wertstoffhof, der solche Geräte zur Verwertung annimmt. Ich musste dafür auch nichts bezahlen. Geschäfte nehmen ihre Geräte auch oft zurück, nachdem sie ihren Dienst getan haben.

Aufschieben der Entsorgung

Ich glaube, diese Hoffnung und das damit einhergehende Aufschieben der Entsorgung ist auch ein wesentlicher Grund dafür, dass man den letzten Schritt, sich von etwas zu trennen, nicht endgültig gehen will. Insbesondere dann, wenn das Einkommen nicht allzu groß ist.

Mir wurde auch erzählt, dass in einem Büro kürzlich ein Kostenvorschlag über ca. 250 Euro für die Reparatur eines Druckers einging, der für ursprünglich 150 Euro gekauft wurde, aber nun keine Garantie / Gewährleistung mehr hat; Es ist schade, wenn der Umweltschutz der Wirtschaftlichkeit gegenüber steht und es eben günstiger ist, ein neues Gerät anzuschaffen und das alte zu entsorgen. Nicht jeder kann sich die umweltschonende, aber teurere Reparatur leisten.

In meinem Haushalt ist jetzt kein Drucker mehr. Ich werde auch keinen mehr anschaffen, solange ich weiterhin die Möglichkeit habe, zum Beispiel jene in der Universität zu vertretbaren Kosten zu nutzen.

Kristina Kral Drucker
defekter Drucker

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